Enzyklopädie der Holzgewächse
 

Die Herausgeber

Andreas RoloffAndreas Roloff ist Inhaber des Lehrstuhls für Forstbotanik an der TU Dresden, Fachrichtung Forstwissenschaften in Tharandt (Link). Er wurde 1994 nach Dresden berufen und ist seitdem Direktor des Institutes für Forstbotanik und Forstzoologie sowie des Forstbotanischen Gartens Tharandt, der seit 1811 besteht und derzeit mit 35 ha Fläche eine der größten Gehölzsammlungen Mitteleuropas ist. Zuvor hatte er seit 1990 die Professur für Forstbotanik/Dendrologie in Göttingen inne und hat auch dort den Forstbotanischen Garten geleitet.

Andreas Roloff wurde 1955 in Bremen geboren und studierte bis 1984 an der Universität Göttingen Psychologie und Forstwissenschaften. Die Promotion zum Dr. forest. Erfolgte 1986 in Göttingen, die Habilitation 1988 ebenfalls in Göttingen zum Thema: "Kronenentwicklung und Vitalitätsbeurteilung ausgewählter Baumarten der gemäßigten Breiten". Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist durch über 200 Publikationen belegt, darunter auch einige Bücher, beispielsweise "Flora der Gehölze" (1996, 2006, 2008), "Baumpflege" (2008), "Trees - Phenomena of Adaptation and Optimization" (2004), "Baumkronen" (2001). Er hat an zahlreichen Monographien der Enzyklopädie mitgearbeitet, darunter Juniperus communis, Fraxinus excelsior, Buxus sempervirens, Linnaea borealis und Betula pendula. Er führt Lehrveranstaltungen für Forstwissenschaftler, Landschaftsarchitekten und Geographen sowie Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Baumbiologie/ Baumpflege durch. Seit über 20 Jahren ist er als Baumsachverständiger gutachterlich für Gerichte tätig. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums "Baum des Jahres" und maßgeblich an dessen Ausrufung und Öffentlichkeitsarbeit beteiligt. Zudem ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Sein derzeitiger Forschungsschwerpunkt sind Stadtbäume, insbesondere ihre Verwendung und Pflege, neben verschiedenen baumbiologischen Fragestellungen z.B. zum Klimawandel. Roloff ist Herausgeber der Enzyklopädie der Holzgewächse (seit 1997) sowie der Contributions to Forest Sciences. Er ist derzeit Fachvertreter für das Fach "Grundlagen der Waldforschung" der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft). Andreas Roloff ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.
 
Horst WeisgerberHorst Weisgerber ist Leitender Forstdirektor a. D. Bis zu seiner Pensionierung war er langjähriger Leiter der Abteilung für Forstliche Genressourcen der Hessischen Forstlichen Versuchsanstalt in Hannoversch Münden. In Personalunion leitete er 20 Jahre lang das gleichfalls in Hann. Münden ansässige Forschungsinstitut für schnellwachsende Baumarten.

Horst Weisgerber wurde 1935 in Berlin geboren und studierte in Hann. Münden (Universität Göttingen) und Wien Forstwissenschaften. Die Promotion zum Dr. forest. erfolgte gleichfalls in Hann. Münden, die Habilitation zum Dr. rer. silv. habil. an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Das Thema der Habilitationsschrift lautet: "Beiträge zur genetischen Variation der Waldbäume und Gefahren der Genverarmung durch Pflanzenzüchtung". Seit 2003 ist er Ehrenprofessor der Forstwissenschaftlichen Universität Peking. Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist durch rund 200 Publikationen belegt. Horst Weisgerber war viele Jahre in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen tätig, unter anderem als Sachverständiger der Bundesregierung auf dem Gebiet des forstlichen Saat- und Pflanzgutrechts sowie als ständiges Mitglied deutscher Delegationen bei einschlägigen Beratungen der Europäischen Union in Brüssel und der OECD in Paris, ferner als Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Pappelkommission der FAO und als Leiter von Arbeitsgruppen des Internationalen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten. Zahlreiche Auslandsaktivitäten führten ihn insbesondere in afrikanische und asiatische Länder. In China war er als Teamleiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit fünfzehn Jahre lang für zwei bilaterale Projekte verantwortlich und ist dort nach wie vor als Berater tätig. Seit dem Jahr 2000 ist Horst Weisgerber Herausgeber der "Enzyklopädie der Holzgewächse" und zugleich Autor zahlreicher Baum-Monographien. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Bereiche Genetik und Züchtung, Phytopathologie sowie schnellwachsende Baumarten. Horst Weisgerber ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
 
Ulla M. LangUlla M. Lang ist eine ausgewiesene Buchillustratorin, Fotografin und Dendrologin, die sich seit 1984 mit der Darstellung von Gehölzen befasst. Durch ausgedehnte Forschungsreisen, insbesondere in Mittel- und Nordamerika, sowie zahlreiche Auslandsaufenthalte in Südosteuropa und Afrika erwarb sie profunde Kenntnisse der jeweiligen Dendroflora am Naturstandort. Dabei erstellte sie neben pflanzensoziologischen Protokollen und Aufzeichnungen vor Ort auch eine umfangreiche Blattsammlung (Herbar) und ein Fotoarchiv mit mehr als 30 000 Dias.

1992 illustrierte Ulla M. Lang das "Lexikon der Forstbotanik" und 1994 die "Tannenarten Europas und Kleinasiens". Ab 1992 war sie als Gründungsherausgeberin auch mit den Vorbereitungen für die Enzyklopädie der Holzgewächse beschäftigt, die nicht nur zur Festlegung eines modernen und schlüssigen Layouts für dieses Werk führten, sondern auch in die Koautorenschaft mit Professor Schütt bei den Monographien über viele Arten für das Grundwerk mündeten, sodass dieses Werk erstmals 1994 erscheinen konnte und anschließend regelmäßig Ergänzungslieferungen folgten. Sie ist in besonderer Weise für das unverwechselbare Layout der Enzyklopädie verantwortlich und sorgt bei jeder Gehölzart für die angemessene und ansprechende Illustration der wissenschaftlichen Inhalte. An etwa zwanzig Prozent aller bisher erschienenen Monographien hat Ulla M. Lang als Koautorin mitgewirkt. Zu diesen Beiträgen gehören Pinus longaeva, zu der die weltweit ältesten Pflanzenindividuen zählen, der Riesenkaktus Carnegia gigantea, der Spalierstrauch Dryas octopetala und zahlreiche Tropenarten wie Borassus flabellifer (Indien), Metopium toxiferum (Florida und die Keys), Erythrina abyssinica (Afrika) und Ceiba pentandra (Mittelamerika). Ulla M. Lang ist verheiratet und hat ein erwachsenes Kind.
 
Bernd StimmBernd Stimm ist Akademischer Direktor am Lehrstuhl für Waldbau des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität München in Freising. Bernd Stimm wurde 1955 in München geboren und studierte bis 1981 Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universität München, an der er 1985 zum Dr. rer. silv. promoviert wurde.

In seiner Tätigkeit als Wissenschaftler am Lehrstuhl für Forstbotanik war er unter anderem für die Betreuung des Forstbotanischen Gartens Grafrath und am Lehrstuhl für Forstpflanzenzüchtung und Immissionsforschung für die wissenschaftliche Betreuung des Forstlichen Versuchsgartens in Grafrath zuständig. Seit 1992 arbeitet er am Lehrstuhl für Waldbau. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Waldbau der temperierten Zonen und der Tropen, insbesondere in der Reproduktion der Waldbäume, in der Begründung und Restauration von Waldbeständen unter Berücksichtigung von Baumartenwahl und Provenienzforschung, sowie in der Saatgutforschung und Gehölzvermehrung. Seine wissenschaftliche Tätigkeit mündete in über 100 Publikationen, darunter auch das "Lexikon der Forstbotanik" (1992), das als Nachdruck unter dem Titel "Lexikon der Baum- und Straucharten" erhältlich ist. Seit 2003 ist er Herausgeber der Enzyklopädie der Holzgewächse und hat an mehreren Baum-Monographien mitgearbeitet, darunter Gmelina arborea, Nauclea diderichii, Pinus sylvestris und Populus x canescens. Bernd Stimm ist an internationalen Forschungsprojekten in Lateinamerika, Afrika und Asien beteiligt. Auch in seiner Tätigkeit als Dozent und Berater kann er auf zahlreiche Einsätze in vielen Ländern der Erde zurückblicken. Er ist Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften und -verbänden und Gutachter bei internationalen Fachjournalen. Seine freie Zeit verbringt er als praktizierender Forstwirt bei Arbeiten im eigenen Wald. Bernd Stimm ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.