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Physik_und_Ingenieurswissenschaften

Studi-Ticker Last-Minute-Lerner Streber Chillkröte Physik und Ingenieurwissenschaften Zum Semesterstart Editorial Liebe Leserinnen und Leser, vom Tellerwäscher zum Diplomphysiker – so lässt sich mein Weg vom Abi zum Hochschulabschluss am besten charakterisieren. Die handfesten Tätigkeiten im Zivildienst in der Jugendherberge – Frühstücksbüffet richten, Geschirrspülen, Putzen, Gäste einchecken etc. – hatten mir wieder den nötigen intellektuellen Hunger fürs Studium beschert. Doch was studieren? Mit 10 wollte ich noch Paläontologe werden, weil ich Dinosaurier cool fand, später packte mich die Faszination für Science-Fiction, Raumfahrt und das Sternegucken. All das ging auch im Zivildienst nicht fl öten. Doch was sollte ich studieren, wenn ich das Universum verstehen wollte? Physik erschien mir die einzig sinnvolle Wahl. Was man als studierter Physiker mal werden konnte, diese Frage schien mir noch so weit weg wie der kosmische Mikrowellenhintergrund. Kurzum: Ich wollte studieren, was mich interessiert. Das klingt aus heutiger Perspektive etwas naiv, aber eines hat sicher auch angesichts der mittlerweile unüberschaubaren Vielfalt an Studiengängen seine Berechtigung: Egal ob klein (Nanophysik) oder groß (Astrophysik), egal ob Technische Physik oder Physikalische Technik (kann man beides studieren, man frage mich nicht nach den Unterschieden), es kann absolut nicht schaden, wenn man das studiert, wofür man brennt. Das rettet einen auch mal über Durststrecken, in denen einem der Durchblick abhandenkommt. Da hätte ich sicher zur Zielgruppe der „Dummies“ gehört, wenn es zu den besonders kniffl igen Themen damals schon die entsprechenden freundlichgelben Bücher gegeben hätte. Aber reden wir nicht von Mathe… Auch wenn das gedruckte Wort gerne mal totgesagt wird: Bücher, die einen durchs Studium begleiten, bleiben unersetzlich. Diese Zeitung stellt ausgewählte Bücher vor, die nicht nur Durchblick fürs Studium versprechen, sondern auch einen Blick über den Tellerrand. Den sollte man sich bei allen Prüfungen, Klausuren und dem nötigen Punktesammeln nicht verkneifen. Denn oft genug gibt gerade das, was man „nebenbei“ macht, die spätere Berufswahl vor. Zumindest bei mir war das so. Irgendwie werkelte ich immer wieder an allen möglichen Druckwerken und lieferte gleich noch Texte, von der Fachschaftszeitung über Infobroschüren für die „Erstis“ oder eine Publikation zur Fachbereichsgeschichte bis hin zu einem total bekloppten Gemeinschaftsroman mit Freunden. Das brachte keine Scheine, machte aber irgendwie Spaß und war im Nachhinein sowas wie ein selbstgebasteltes Verlagspraktikum. Im Hauptstudium und in der Diplomarbeit wagte ich mich in die Höhen (oder Untiefen?) der theoretischen Physik: Quantenmechanik, Statistische Physik, Allgemeine Relativitätstheorie oder Kosmologie brachten mir gleichermaßen Aha-Erlebnisse wie große Fragezeichen. Zusätzlich schnupperte ich für mein nichtphysikalisches Nebenfach noch in die Philosophie rein und nahm sogar an einem Kurs für Wissenschaftsjournalismus teil. Schließlich konnte ich eine Diplomarbeit mit vierzeiligem Titel vorweisen und mit Fug und Recht behaupten, dass ich das Universum nun auf wesentlich höherem Niveau nicht verstand. Das Universum war groß, verdammt groß … und nun? Ich besann mich auf meine Freude am Gedruckten und Schreiben und bewarb mich blind bei Verlagen. Das bescherte mir erstaunlicherweise kein Volontariat, um Lektor zu werden, sondern eine Stelle als allererster Praktikant überhaupt in der Redaktion von „Spektrum der Wissenschaft“. In den spannenden Zeiten der expandierenden und wieder platzenden Dotcom-Blase tingelte ich durch weitere Wissenschaftsredaktionen und landete über einen glücklichen Zufall bei den „Physikalischen Blättern“, die heute „Physik Journal“ heißen. Studienfach und Passion hatten sich gefunden. Andere Freunde orientierten sich im Physikstudium eher in Richtung Computer oder Basteln im Labor und legten so den Grundstein für ihre Karrieren in der IT-Branche oder Industrie. Die Frage „Was können Physikerinnen und Physiker?“ lässt sich angemessen beantworten mit: Alles, vor allem, wenn es sie interessiert. Viel Spaß beim Studieren und kreativem Abschweifen wünscht Alexander Pawlak Redakteur B2B Journals Findet das Universum immer noch einen tollen Ort Liebt Bücher … und hat sogar selbst eins geschrieben. Welcher Lerntyp bist du? DIE ZEIT(UNG) DER ERSTSEMESTER Aller Anfang ist schwer, doch mit Fachexpertise, Rat und Tat stehen wir dir zur Seite. LERNTYPEN Jeder ist auf seine Art einzigartig, aber manchmal macht es Spaß, in eine Schublade gesteckt zu werden. CHECK-OUT HOTEL MAMA Ausziehen will gelernt sein. WG oder eigene Bude – wir geben dir Tipps, damit du nicht im totalen Chaos versinkst. 1 Sparfuchs Geist Hyperventilator Editorial Seite 1 Finde heraus welcher Lerntyp du bist! Seite 2 Must-Haves, Sparfuchs, Last-Minute-Lerner und Co. Seiten 3 bis 8 Goodbye Hotel Mama Seite 4 Check-out Hotel Mama Seite 5 Naturkonstanten Seite 6 Physik in unserer Zeit Seite 7 Geld regiert die Welt Impressum Seite 8 Die Wissenschaft bei Douglas Adams von A. Pawlak 2010. 320 Seiten. Broschur. € 16,95. ISBN: 978-3-527-50456-5 IKR aus:


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