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einer etwas dickeren Nadel befin-

den. Alles zusammen ist in einer

Gaskammer montiert. Durch die

beiden inneren Nadeln lassen sich

zwei unterschiedliche Flüssigkeiten

leiten. Eine weitere Flüssigkeit

strömt durch die äußere Nadel und

bildet später die Transporthülle.

Wenn alle drei Substanzen die

Kammer durch eine gemeinsame

Öffnung verlassen, zwingt der

Gasstrom sie in einen schmalen

Strahl, der in einzelne Hüll-Tropfen

zerfällt. Anhand der relativen

Strömungsgeschwindigkeiten der

beteiligten Substanzen lässt sich

einstellen, ob jeder Hüll-Tropfen

zwei oder mehr Tröpfchen mit den

Substanzen aus den feinen Nadeln

enthält.

Die Wissenschaftler testeten

ihr System mit rotem und blauem

Paraffin als Ersatz für medizinische

Wirkstoffe sowie einer Substanz als

Hüllmaterial, die gallertartig wird,

wenn die Tropfen in eine Kalzium-

chloridlösung fallen. Derzeit kann

das System 1000 bis 100 000 Tropfen

pro Sekunde erzeugen, die jeweils

100 µm groß sind. Die kleinen Pa-

raffintropfen im Innern behalten

wegen ihrer hohen Oberflächen-

spannung ihre Form bei. Erst durch

eine äußere Einwirkung wie Vibra-

tion vermischen sie sich. Durch die

chemische Auflösung der äußeren

Hülle konnten die Forscher die Pa-

raffintropfen später freisetzen.

n

Kontrolleur im Tank

Die dielektrische Spektroskopie

verrät Kältestabilität und Alter

eines Kraftstoffs.

Die Fließfähigkeit von Kraftstoffen

hängt von der Temperatur ab. Den

Toleranzbereich dafür regeln Nor-

men. Messtechnisch lässt sich die

Temperaturabhängigkeit mit einer

etablierten Labormethode überprü-

fen, die auf einer Filterung beruht.

Diese Methode ist aber relativ lang-

sam und erfordert verhältnismäßig

große Kraftstoffmengen.

Forscher der Hochschule Co-

burg haben nun ein alternatives

Verfahren entwickelt, das auf der

dielektrischen Spektroskopie be-

ruht. Dabei kommt der zu analy-

sierende Kraftstoff mit einer mean-

derförmigen Elektrodenstruktur in

Kontakt, einem „Interdigitalkon-

densator“. Wirkt auf die Moleküle

des Kraftstoffs ein äußeres elektri-

sches Wechselfeld, ändert sich die

Orientierung ihres Dipolmoments.

Da es bei sinkenden Temperaturen

jedoch zur Kristallisation im Kraft-

stoff kommt, reagieren die Mole-

küle zunehmend träger, was sich

im elektrischen Signal bemerkbar

macht. Das Verfahren erwies sich

bei Vergleichsmessungen als min-

destens ebenbürtig zur etablierten

Labormethode, teilweise war es ihr

überlegen. Außerdem lässt sich das

neue Verfahren miniaturisieren –

bis hin zur chipintegrierten Lösung.

Das ist interessant, weil die di-

elektrische Spektroskopie auch in

der Lage ist, die Kraftstoffalterung

zu untersuchen: Durch Oxidation

entstehen im Kraftstoff größere

Moleküle, die sich träger im Pola-

risationsfeld ausrichten als die klei-

neren Moleküle in frischem Kraft-

stoff. Die zunehmende Verbreitung

von Hybridfahrzeugen macht dies

zum Alltagsproblem: Solche Fahr-

zeuge kommen für die Fahrt zur

Arbeit und zum Einkaufen allein

mit Strom aus. Der Kraftstoff im

Tank wäre nur noch für die längere

Urlaubsfahrt erforderlich. Bis dahin

ist der Kraftstoff aber womöglich

bereits deutlich oxidiert und damit

weniger leistungsfähig.

Michael Vogel

Aufnahme des Flüssigkeitsstroms beim

Austritt durch die Öffnung (oben). Die

Paraffintropfen bleiben im Hüll-Tropfen

erhalten (unten).

T. Si et al.

Polymer blend on glass

5 µm

The Apollo and Soyuz spacecraft met, combining their

efforts for the first time on 17 July 1975.

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